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Was ist Endometriose?

Was ist Endometriose?

Was ist Endometriose?

Das Wort hast du bestimmt schon mal gehört, aber was genau ist Endometriose? Nun, Endometrium ist ein anderes Wort für Gebärmutterschleimhaut und diese wird jeden Monat als Menstruationsblut ausgeschieden. Endometriose ist nun der Name einer Erkrankung, bei der Gewebezellen, die denen der Gebärmutter ähneln, an anderer Stelle im Körper zu wachsen beginnen. Diese Zellen bluten als Reaktion auf den Menstruationszyklus jeden Monat. Da aber das Blut in ihrem Fall den Körper nicht verlassen kann, kann es zu starken Schmerzen, Entzündungen und der Bildung von Narbengewebe kommen.

Betroffene Frauen haben die durch eine Endometriose entstehenden Schmerzen unter anderem so beschreiben: „Ein Dämon, der sich seinen Weg aus meinem Becken reißt“ und „ein Stilettos tragender Elefant, der auf meiner Gebärmutter herumtrampelt“.

Das an der falschen Stelle wachsende Gewebe befindet sich oft im Becken, um die Eierstöcke und die Eileiter, an der Außenseite der Gebärmutter oder im Bereich zwischen Enddarm und Gebärmutter. Es kann auch am Darm, der Blase und in einigen seltenen Fällen in ganz anderen Bereichen des Körpers wie der Lunge, der Wirbelsäule und dem Gehirn gefunden werden [1].

Die Auswirkungen, die eine Endometriose haben kann, sind jedoch nicht nur körperlicher Natur. „Bei mir hat die Endometriose sowohl mental als auch emotional ihren Tribut gefordert“, erzählte uns eine Frau. Besonders schwierig gestaltet sich der Umgang mit der Situation angesichts der verschiedenen Maßnahmen zum Social Distancing, die in der letzten Zeit so wichtig geworden sind, aber den Zugang zu Behandlungen schwieriger als sonst gemacht haben.

Deine Periode und die Endometriose

Deine Periode beginnt damit, dass das Gewebe der Gebärmutterschleimhaut sich ablöst und ausgeschieden wird. Liegt eine Endometriose vor, beginnt auch das der Gebärmutterschleimhaut ähnliche Gewebe außerhalb der Gebärmutter mit der Blutung, die aber nirgends ausgeschieden werden kann – im Gegensatz zum Gewebe in der Gebärmutter, das mit dem Blutfluss durch die Scheide austritt. Neben Entzündungen im umliegenden Gewebe, Narbenbildung und Verwachsungen (das sind dünne, narbige Strukturen, die Organe fast wie Kleber zusammenkleben können), kann Endometriose auch zu superstarken Perioden führen.

„Das machte mich verrückt. Ich fragte mich, wie es möglich war, die ganze Zeit so krank zu sein und all diese Symptome auf einmal zu haben.“

Was verursacht Endometriose?

Die Ursachen der Endometriose sind noch nicht bekannt. Es gibt aber einige Theorien dazu, wie sie entstehen könnte. Genetik könnte eine Rolle spielen, da die Erkrankung familiär gehäuft auftritt und bestimmte ethnische Gruppen stärker betroffen sind als andere. Es gibt auch Faktoren, die das Risiko erhöhen, z. B. eine frühere Beckeninfektion oder eine sogenannte retrograde Menstruation. Dabei handelt es sich um einen Zustand, bei dem das Menstruationsblut „rückwärts“ fließt – statt aus der Vagina, fließt es durch die Eileiter zurück in die Beckenhöhle. Dieses Blut enthält Endometriumzellen, die dann an den Beckenwänden und anderen Organen haften bleiben, wo sie sich weiter verdicken und während jedes Menstruationszyklus bluten. Andere Theorien gehen von einer Ausbreitung von Endometriumzellen im Körper durch die Blutbahn oder das Lymphsystem sowie von Problemen mit dem Immunsystem aus. [2]

Wie wird Endometriose behandelt?

Obwohl es sich bei der Endometriose um eine chronische Erkrankung handelt (was bedeutet, dass sie über einen langen Zeitraum anhält), gibt es Möglichkeiten, sie zu behandeln. Frei verkäufliche Entzündungshemmer wie Ibuprofen können zur Schmerzlinderung eingesetzt werden, zusammen mit Hausmitteln, die auch bei Regelschmerzen lindernd wirken. Die kombinierte Antibabypille oder die Hormonspirale können ebenfalls helfen, indem sie den Östrogenspiegel im Körper senken, um das Wachstum der Endometriose zu stoppen. Diese Methoden verhindern auch, dass Eizellen freigesetzt werden, wodurch die Periode leichter und weniger schmerzhaft wird [3].

Was chirurgische Behandlungen angeht, so kann eine Schlüsselloch-Operation, bei der Endometriosegewebe entfernt oder zerstört wird, die Symptome und die Fruchtbarkeit verbessern [4]. Aber selbst eine Operation kann die Endometriose nicht „heilen“. Manche Frauen entscheiden sich schlussendlich für eine Hysterektomie, d. h. die Entfernung der Gebärmutter [5] und möglicherweise auch die Entfernung des Gebärmutterhalses, der Eileiter und/oder der Eierstöcke als Gegenmaßnahme zur Krankheit und ihrer Symptome.

Wie wird eine Endometriose festgestellt?

Eine Endometriose kann mit vielen verschiedenen Symptomen einhergehen und es kann lange dauern, bis sie diagnostiziert wird – durchschnittlich 10 (!) Jahre [6]. Anzeichen können eine schmerzhafte, starke und unregelmäßige Periode sein. Es kann zu Schmerzen beim Sex kommen und Unfruchtbarkeit kann auftreten. Weitere Symptome – um nur einige zu nennen – können sein: Schmerzen beim Wasserlassen oder beim Stuhlgang, Schmerzen außerhalb der Periode im Unterbauch oder im Rücken, extreme Müdigkeit und häufige psychische Belastung. Viele Frauen haben mehrere Symptome, manche gar keine [7].

Deshalb kann eine Endometriose-Diagnose für manche tatsächlich Erleichterung bedeuten. Oder wie eine Frau es ausdrückte: „Ich hatte endlich einen Namen für meine Schmerzen. Einen Namen für die lähmenden Krämpfe, die jeden Monat kamen.“

Die einzige Möglichkeit, Endometriose vollständig zu diagnostizieren, ist eine Untersuchung des Beckenbereichs mit einer Schlüssellochkamera. Vorher werden aber meist externe und interne Untersuchungen, Scans und Bluttests durchgeführt – einzeln oder in Kombination.

Um Hilfe bitten und Unterstützung bekommen

Obwohl überall Frauen von Endometriose betroffen sind, erhalten viele nicht die Unterstützung, die sie brauchen. Das liegt daran, dass die Krankheit oft nicht diagnostiziert oder als „wirklich schlimme Regelschmerzen“ missverstanden wird. Infolgedessen haben Frauen oft das Gefühl, dass sie ignoriert und ihre Schmerzen nicht ernst genommen werden. Das kann dazu führen, dass sie sich isoliert fühlen und das Gefühl haben, die einzige mit diesen Problemen zu sein.

Aber die Zahl von 176 Millionen betroffene Frauen weltweit (das ist eine von 10) spricht eine deutliche Sprache: Sie sind definitiv nicht allein [8].

Wenn du unter Endometriose leidest oder es befürchtest, dann wende dich an Freunde und Familie, auch wenn sich das Thema erstmal unangenehm anfühlt. Darüber zu sprechen wird dir helfen, und vielleicht hast du sogar Menschen in deinem Umfeld, die aus erster Hand Erfahrungen mit Endometriose haben. Sie werden nicht nur wissen, was du durchmachst, sondern können dir auch helfen, die nötige Unterstützung von deinem Arzt oder deiner Ärztin zu bekommen. Wenn du Symptome bemerkst und den Verdacht hast, an einer Endometriose zu leiden, vereinbare einen Termin bei deinem Arzt oder Gynäkologen, um mehr zu erfahren. Sie werden nach Möglichkeiten suchen, deine Schmerzen zu lindern und dir helfen, mit den Symptomen umzugehen.

Es ist verständlich, dass die aktuellen Richtlinien der Regierung bedeuten, dass die Wartezeiten für Termine und Praxen länger als üblich sein können. Wenn es für dich im Moment schwierig ist, deinen Arzt aufzusuchen, solltest du stattdessen um eine Telefon- oder Videosprechstunde bitten.

 

Quellen:

[1] https://www.netdoktor.de/krankheiten/endometriose/

[2] https://www.gesundheitswissen.de/gynaekologie/endometriose/#ursachen-wie-entsteht-endometriose

[3] https://www.gesundheitsinformation.de/endometriose.html#Behandlung

[4] https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/erkrankungen/endometriose-200320/#layer=/verfahren/therapie-der-endometriose-200321

[5] https://www.gesundheitsinformation.de/behandlungsmoeglichkeiten-bei-endometriose.html#:~:text=Wenn%20Endometriose-Herde%20im%20Bereich%20der%20Geb%C3%A4rmutter%20liegen,%20erw%C3%A4gen,auch%20an%20die%20Geb%C3%A4rmutter%20angrenzende%20Herde%20entfernt%20werden.

[6] https://www.netdoktor.de/krankheiten/endometriose/

[7] https://www.netdoktor.de/krankheiten/endometriose/

[8] https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2013/daz-34-2013/endometriose

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